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Schweißroboteranlage auf Bodenfahrachse

Zur Standardausstattung gehören Lichtbogenschweißroboter, Bodenfahrachse, Schweißstromquelle, Brenner mit Wasserkühlung, Bildverarbeitung und intelligente Schweißsteuerung. Die Bodenfahrachse ist 6, 9 oder 12 m lang und ermöglicht die Bewegung in X-Richtung. Dazu gehören unter anderem Schiene, Zahnstange und Linearführungen. Der Arbeitsbereich in Y-Richtung beträgt 1,5 m je Seite; die Längsausdehnung richtet sich nach der Schienenlänge.

Produktabbildungen

Schweißroboteranlage auf Bodenfahrachse

Aufbau der intelligenten Anlage mit Bodenfahrachse

Aufbau der intelligenten Anlage mit Bodenfahrachse

Kenndaten der intelligenten Anlage mit Bodenfahrachse

Anlagenbezeichnung Schweißroboteranlage auf Bodenfahrachse
Anlagenmodell GBDG-6X/GBDG-9X/GBDG-12X
Zugehörige Systemsoftware GBZZOS
Anzahl zusätzlicher Achsen 1 Achse zur Erweiterung des Längsverfahrwegs
Platzbedarf einer Anlage Zwei Arbeitsstationen: 9.000 × 5.800 mm (einschließlich 9-m-Schiene, Sicherheitsgang und Bedienplattform)
Geeignete Nahtarten Stumpf- und Kehlnähte, mehrlagige und mehrraupige Eckverbindungen sowie Nähte mit Fugenvorbereitung
Bauteilabmessungen der Standardausführung 1.200 × 550 mm (Breite × Höhe); Länge entsprechend dem Anlagenmodell
Typische Bauteile und Branchen Stahlbau, H-Träger, Kastenprofile sowie Blechbaugruppen für Brücken- und Schiffbau

Leistungsmerkmale der Anlage mit Bodenfahrachse

Bearbeitungsverfahren Schneiden, Markieren, Schweißen
Schweißrauchabsaugung Optional
Werkstückkoordinatensystem PCS2, PCS3 (beidseitig der Schiene)
Arbeitsbereich Gemäß projektspezifischer Konfiguration und bestätigter technischer Vereinbarung.
Betriebszeit 20 h/Tag, 7 Tage/Woche
Schweißprozesspaket CO₂ oder 80 % Ar + 20 % CO₂ (M21), abhängig von Werkstoff, Draht und qualifiziertem Schweißverfahren.
Lieferform des Schweißdrahts Spule oder Fass
Einsatzbereiche Schweißen von H-Trägern und -Stützen sowie Blechbaugruppen für Brücken und Schiffe
Bewegungsmodus Koordinierte Bewegung von sieben Achsen
Zusatzachse Bodenfahrachse und Portal optional

Arbeitsablauf der Anlage mit Bodenfahrachse

1) Das Werkstück wird manuell oder über einen Kettenförderer zur Station gebracht und nahe Punkt P positioniert.

2) Gleichzeitig oder vorab richtet das Bedienpersonal das Modell entsprechend Bauteilnummer und Bauteilorientierung aus und legt die Knoten an.

3) Bei größeren Lageabweichungen erfasst zunächst eine Kamera die Bauteilposition an Punkt P.

4) Bei ausreichender Positioniergenauigkeit lädt das Bedienpersonal das Modell direkt und startet den Scan. Parallel kann ein weiteres Bauteil auf die zweite Auflage bzw. Arbeitsstation gesetzt und entsprechend vorbereitet werden.

5) Nach dem Scan startet das System den Schweißvorgang.

6) Nach Abschluss aller Schweißarbeiten wird das Bauteil an die nächste Station übergeben.

Arbeitsablauf der intelligenten Anlage mit Bodenfahrachse

Beispiele geeigneter Bauteile

Geeignete Bauteile

Wann eine Anlage mit Bodenfahrachse sinnvoll ist

Eine Bodenfahrachse erweitert die Reichweite des Roboters entlang langer Bauteile. Sie kommt für H-Träger, Stützen und zugängliche Blechbaugruppen im Brücken- oder Schiffbau infrage, wenn die Schweißaufgabe vor allem in Längsrichtung über den Arbeitsbereich eines stationären Roboters hinausgeht. Die Achse bringt den Roboter in eine neue Arbeitsposition; sein Arm muss die Naht dort weiterhin mit dem erforderlichen Brennerwinkel erreichen.

Unterscheiden Sie bei der Angebotsvorbereitung Bauteillänge, Schienenlänge und tatsächlich erreichbaren Schweißbereich. Eine lange Schiene sagt nichts über die erreichbare Breite oder Tiefe aus. Auflagen, Spannmittel und Freiräume an den Enden können die Zugänglichkeit einschränken. Geben Sie größte und kleinste Bauteile an: Eine Vorrichtung für lange Träger kann das Beladen kleiner Teile erschweren.

Bei Kastenprofilen, Schotten und eng stehenden Rippen sind Schnittzeichnungen erforderlich. Eine hinter einem Blech liegende Naht kann trotz passender Außenmaße unerreichbar bleiben. Zu prüfen sind Sensorsicht und Anfahrbahn ebenso wie die Endposition des Brenners. Umspannen oder ein anderes Anlagenlayout kann sinnvoller sein als eine längere Schiene.

Was gehört zum System?

Die Beschreibung nennt Lichtbogenschweißroboter, Bodenfahrachse, Stromquelle, Brenner mit Kühlung, Bildverarbeitung und intelligente Schweißsteuerung. Lassen Sie sich genaue Modelle und Schnittstellen im Angebot bestätigen. Klären Sie außerdem Auflagen, Zuständigkeit für Vorrichtungen, Absaugung, Schutzeinrichtungen und Montagearbeiten. Erst dann lässt sich beurteilen, ob zwei Angebote vergleichbare integrierte Anlagen beschreiben.

Die Referenzdaten beziehen sich auf unterschiedliche Schienen- und Modellvarianten. Die Abmessungen sind Konfigurationsbeispiele und keine beliebig kombinierbaren Grenzwerte einer einzigen Maschine. Stimmen Sie Platzbedarf der 9-m-Doppelstation, Arbeitsbereich und Bauteilmaße mit dem gewählten Layout ab. So vermeiden Sie, die Länge einer Variante mit der Breite einer anderen zu vergleichen.

LayoutentscheidungZu klärende FrageBenötigte Angaben
Stationärer Roboter oder BodenfahrachseWelche Nähte liegen außerhalb der nutzbaren Reichweite des stationären Roboters?Nahtkoordinaten und Bauteilorientierung
Ausführung der BodenfahrachseWelcher nutzbare Verfahrweg wird benötigt?Längster Schweißbereich und Freiräume an den Enden
Ein- oder beidseitiger ArbeitsbereichWie wird das Beladen von der Roboterbewegung getrennt?Auflagepositionen und Handhabungsablauf
Schweiß- und BildverarbeitungssystemWelche Nähte und Lageabweichungen werden qualifiziert?Werkstoff, Nahtplan und Musterbauteile
Vorrichtungen und MedienversorgungWas muss am Standort vor der Montage vorbereitet werden?Hallenplan, Strom, Kühlung, Gas und Handhabungskonzept

So durchläuft das Bauteil die Station

Legen Sie das Bauteil auf die vereinbarten Auflagen und richten Sie es am Anlagenbezug aus. Prüfen Sie, ob Spannmittel, Hilfsanbauten oder Kabel die geplante Roboterbewegung behindern. Vor dem Start müssen Nahtvorbereitung und gewählter Prozess dem freigegebenen Verbindungstyp entsprechen. Ein einheitlicher Beladeablauf erleichtert eine reproduzierbare Positionierung und Erfassung.

Der modellbasierte Ablauf richtet das Bauteilmodell nach der tatsächlichen Orientierung aus, prüft bei Bedarf die Lage und scannt den Nahtbereich. Sobald freigegebene Nahtdaten vorliegen, erzeugt oder wählt das System die Schweißbefehle. Die Steuerung koordiniert Roboter und Bodenfahrachse an den jeweiligen Positionen. Bei der Inbetriebnahme sollten repräsentative Nähte am Anfang, in der Mitte und am Ende des nutzbaren Verfahrwegs getestet werden.

Nach dem Schweißen wird das Bauteil geprüft und weitergegeben. Eine beidseitige Anordnung kann den Beladeablauf unterstützen. Gleichzeitiges Beladen und Schweißen ist jedoch nur zulässig, wenn Schutzkonzept und Steuerungsablauf dies vorsehen. Eine freie Seite darf nicht allein deshalb betreten werden, weil der Brenner anderswo arbeitet. Maßgeblich ist die Betriebsanweisung der installierten Anlage.

Was eine Bodenfahrachse in Ihrer Werkstatt verändert

Der wesentliche Nutzen liegt im Zugang zu längeren Bauteilen, ohne den festen Roboterstandort wiederholt versetzen zu müssen. Ein durchdachtes Auflagekonzept erleichtert die Positionierung aufeinanderfolgender Teile. Visuelle Nahterfassung berücksichtigt geeignete Lageabweichungen; die koordinierte Achsbewegung bringt den Roboter zur Naht. Voraussetzung bleiben stabile Vorrichtungen, geeignete Erfassungsbedingungen und ein qualifizierter Schweißprozess.

Messen Sie den vollständigen Produktionszyklus, bevor Sie Einsparungen kalkulieren. Verfahren, Scannen und Positionieren benötigen Zeit, auch wenn der Lichtbogen ausgeschaltet ist. Das Beladen langer Träger kann einen gemeinsam genutzten Kran binden. Brennerreinigung, Prüfung und gelegentliches Umpositionieren gehören in die Leistungsrechnung. Schnelleres Schweißen beseitigt nicht automatisch Engpässe in der Handhabung.

Fordern Sie vor der Bestellung einen Musterablauf mit schwierigen Endbereichen und Nahtkreuzungen an. Vergleichen Sie die Zahl abgenommener Teile mit Ihrem bisherigen Verfahren am selben Bauteil. Machen Sie Annahmen zu Schichten, Verfügbarkeit und Bauteilmix transparent. Die veröffentlichten Betriebsstunden garantieren keinen unbeaufsichtigten Betrieb und ersetzen keine Wartungsplanung.

Alternative Anlagenlayouts vergleichen

Eine Einzelroboteranlage lohnt sich zum Vergleich bei kleineren Bauteilen innerhalb der Roboterreichweite. Eine Auslegeranlage bietet eine andere Zugangsgeometrie für geeignete breitere Blechbaugruppen. Ein Portalsystem kommt infrage, wenn Arbeitsfläche und Nahtverteilung dieses mechanische Konzept rechtfertigen. Entscheidend ist der Nahtplan, nicht allein die Bauteillänge.

Seltene, mit der vorgesehenen Anlage nicht wirtschaftlich erreichbare Nähte können weiterhin manuell geschweißt werden. Der Produktionsplan kann Roboter- und Handarbeit aufteilen, statt die Mechanik für wenige Sonderfälle zu verkomplizieren. Berücksichtigen Sie diese Restarbeiten und ihre Prüfung in jedem Kostenvergleich.

Fünf Fragen vor der Bestellung

Entspricht die Schienenlänge der maximalen durchgehenden Nahtlänge?

Nein. Nutzbare Nahtzugänglichkeit hängt auch von Verfahrgrenzen, Roboterreichweite, Auflagen, Brennerausrichtung und Freiräumen an den Enden ab. Lassen Sie die erreichbaren Nähte im endgültigen Layout bestätigen.

Kann ich die gegenüberliegende Seite während des Schweißens beladen?

Nur wenn Anlagenkonzept und Betriebsanweisung dies vorsehen. Geschützte Arbeitsbereiche, Steuerungsablauf und Transportweg müssen bei der Integration festgelegt werden.

Kann die Anlage unterschiedliche Trägergrößen bearbeiten?

Eine Größenfamilie ist unter Umständen möglich. Jede Bauteilfamilie benötigt jedoch passende Auflagen, Brenner- und Sensorzugang sowie einen freigegebenen Prozess. Stellen Sie für die Layoutprüfung das kleinste und größte Bauteil bereit.

Ersetzt das Bildverarbeitungssystem sämtliche Vorrichtungen?

Nein. Es kann geeignete Informationen zur Nahtlage liefern, das Bauteil jedoch weder tragen noch während des Schweißens gegen Bewegung sichern. Vorrichtungen und Positionierung bleiben Teil des Anlagenkonzepts.

Welche Angaben sind für ein Anlagenangebot erforderlich?

Senden Sie Nahtplan, Bauteilmaße und -gewicht, Produktionsmix, Zielausbringung und Qualitätsanforderungen. Ergänzen Sie einen Hallenplan mit Beladewegen und vorhandener Versorgung sowie bei unklarer Zugänglichkeit repräsentative Muster.

Besprechen wir Ihr Bauteil und Ihr Produktionsziel

Senden Sie uns über das folgende Formular Ihre Bauteilzeichnungen, Schweißanforderungen und den Hallenplan. Vor der Angebotserstellung prüfen wir die Nahtzugänglichkeit und die passende Konfiguration.

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