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Schweißanlage mit Einzelroboter

Die Anlage nutzt unsere selbst entwickelten Schweiß- und Bildverarbeitungssysteme. Kameraaufnahmen, Linienerfassung und Laserscans bestimmen die tatsächliche Lage der Schweißnähte. Auf Grundlage der erfassten Nahtgeometrie ordnet das System geeignete Prozessparameter zu, darunter Strom, Spannung, Schweißgeschwindigkeit und Brennerstellung. Aus Schweißbahn und Prozessdaten erzeugt es anschließend die Steuerbefehle und überträgt sie an den Roboter.

Produktabbildungen

Schweißanlage mit Einzelroboter

Arbeitsbereich des Roboters

Arbeitsbereich des Roboters

Technische Daten

Traglast ARC12-2000: Traglast 12 kg
Maximale Reichweite 2.025 mm
Betriebszyklus 20 h/Tag, 7 Tage/Woche
Umgebungsbedingungen 0 bis 45 °C
Robotergewicht 185 kg
Traglast am Roboterflansch 12 kg
Schweißstromquelle AOTAI, MEGMEET
Anforderungen an das Bedienpersonal Grundkenntnisse in der Computerbedienung und sichere Anwendung des intelligenten Bediensystems der Schweißanlage

Kenndaten der intelligenten Einzelroboteranlage

Merkmal Einheit Angabe
Einsatzbereiche / Geeignet für Knotenbleche, Pfetten, Konsolen und andere kleinere Stahlbauteile
Anlagenabmessungen (L × B × H) m 1,2 × 1,2 × 1
Gesamtleistung kW 15,5
Maximaler Arbeitsbereich m 2 × 1,2 × 0,3
Durchschnittliche Schweißleistung m/Tag 60–90 (abhängig von der Bauteilart)

Arbeitsablauf der intelligenten Einzelroboteranlage

1) Das Blech mit einem Hallenkran im Arbeitsbereich ablegen.

2) Den Scanvorgang des Roboters starten.

3) Nach dem Scan erzeugt das System automatisch das Schweiß- bzw. Schneidprogramm.

4) Den Schweiß- bzw. Schneidvorgang ausführen.

5) Nach Abschluss scannt und bearbeitet der Roboter das nächste Blech. Im Wechsel wird das fertige Werkstück entnommen und ein neues Blech in den Arbeitsbereich eingebracht.

Beispiele geeigneter Bauteile

Geeignete Bauteile

Welche Bauteile eignen sich für eine Einzelroboter-Schweißanlage?

Die Einzelroboteranlage ist für kleinere Stahlbauteile vorgesehen, die innerhalb ihres Arbeitsbereichs positioniert werden können. Zu den Anwendungen zählen Knotenbleche, Pfetten, Konsolen und andere kompakte Schweißbaugruppen. Diese Lösung bietet sich an, wenn alle erforderlichen Nähte von einem festen Roboterstandort aus erreichbar sind und eine lange Verfahrachse kaum zusätzlichen Nutzen bringt.

Beginnen Sie mit der Lage der Schweißnähte, nicht allein mit den Außenmaßen. Auch eine kleine Konsole kann einen unzugänglichen Innenwinkel haben, während sich ein größeres, offenes Blech problemlos bearbeiten lässt. Entscheidend sind Anstellwinkel, Freiraum für die Sensorik und Werkstückauflage. Fotos von oben und von der Seite sowie eine Schweißzeichnung zeigen, welche Bereiche der Brenner erreichen muss.

Für den ARC12-2000 sind 12 kg Traglast und 2.025 mm maximale Reichweite angegeben. Die Traglast bezeichnet die zulässige Belastung am Roboterhandgelenk unter den vom Hersteller festgelegten Bedingungen, nicht das maximale Werkstückgewicht. Brenner, Sensor und Anbauteile zählen zur Werkzeuglast. Das Werkstückgewicht ist separat anhand von Vorrichtung, Auflagen und Hebezeugen zu bewerten.

Die Anlage auf Ihre Bauteilfamilie abstimmen

Vergleichen Sie das Zusammenspiel von Roboter, Sensorik, Schweißtechnik, Vorrichtung und Arbeitsablauf. Prüfen Sie die gewählte Stromquelle und ihre Prozessfunktionen, statt allein nach dem Nennstrom auszuwählen. Die Ausstattung muss zum Werkstoff, Nahtmaß, zur Nahtvorbereitung und zur erforderlichen Lagenzahl passen.

Anlagenabmessungen und Angaben zum Arbeitsbereich beschreiben unterschiedliche Eigenschaften. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass jeder Punkt innerhalb eines quaderförmigen Raums schweißbar ist. Roboterhaltung und Brennerausrichtung bestimmen die Zugänglichkeit mit. Eine Zeichnungsprüfung und ein Versuch am Muster sollten klären, welche Nähte in einer Aufspannung erreichbar sind und wann das Bauteil gedreht werden muss.

AuswahlPrüfpunkte für die EinzelstationEntscheidungsgrundlage
Roboter und WerkzeugausstattungReichweite, Handgelenklast und AnfahrfreiraumRoboter- und Werkzeugdaten sowie Prüfung der Nahtzugänglichkeit
VorrichtungskonzeptAuflage, Positionierung, Spannung und wiederholgenaues UmrüstenGrößtes und kleinstes repräsentatives Bauteil
Ablauf der visuellen ErfassungSichtbarkeit der Nähte und tatsächliche BauteillageScanversuch und Prüfung der freigegebenen Bahn
Schweißtechnische AusstattungWerkstoff, Nahtmaß und qualifizierter LagenaufbauVerfahrensanforderungen und Probeschweißungen
ProduktionszyklusBeladen, Scannen, Schweißen, Reinigen und PrüfenZeitmessung bis zum abgenommenen Bauteil

Der vollständige Zyklus: vom Beladen bis zur Prüfung

Bereiten Sie das Bauteil vor und legen Sie es in die freigegebene Vorrichtung ein. Prüfen Sie Fugenpassung, Spannmittelposition und gewählten Bauteiltyp. Bei verschiedenen Größen muss der Rüstablauf festlegen, welche Vorrichtungselemente und Prozessparameter anzupassen sind. Diese Vorbereitung gehört zur Zykluszeit und muss mitgemessen werden.

Bildverarbeitung und Scans erfassen die erforderlichen Nahtdaten. Die Schweißsteuerung verknüpft die Bahn mit dem gewählten Prozess und übergibt die Roboterbefehle. Prüfen Sie bei der Inbetriebnahme Nahtanfänge und -enden, Ecken sowie Übergänge zwischen Nähten. Geben Sie das erste Bauteil frei, bevor die Einstellung für Serien eingesetzt wird.

Prüfen Sie nach dem Zyklus die vorgesehenen Nähte und übergeben Sie das Bauteil an den nächsten Arbeitsschritt. Bei wechselnden Arbeitsbereichen muss die Beladung dem integrierten Schutz- und Steuerungsablauf entsprechen. Berücksichtigen Sie Werkzeugreinigung, Stromdüsenwechsel und regelmäßige Kontrollen. Das Bedienpersonal benötigt zudem einen klaren Meldeweg für Abweichungen vom freigegebenen Bauteilzustand.

Was eine kompakte Anlage verbessern kann

Eine stationäre Anlage erleichtert es, wiederkehrende, gut zugängliche Nähte mit einer einheitlichen Vorrichtung und festgelegten Reihenfolge zu bearbeiten. Die visuelle Nahterfassung kann geeignete Lageabweichungen berücksichtigen. Der Nutzen ist besonders groß bei ausreichendem Wiederholvolumen und schweißgerecht vorbereiteten Bauteilen. Nicht jede Abweichung aus vorgelagerten Prozessen lässt sich durch einen Roboter wirtschaftlich ausgleichen.

Ein aussagekräftiger Machbarkeitsversuch berücksichtigt auch typische Störquellen: versetzte Spannmittel, kurze Rückläufe, geänderte Steifen oder schlecht sichtbare Nähte. Klären Sie, welche Abweichungen der freigegebene Ablauf abdeckt und wann das Personal eingreifen muss. Diese Abgrenzung ist hilfreicher als das Versprechen, die Anlage könne jedes Bauteil ohne Vorbereitung bearbeiten.

Die veröffentlichte Angabe in Metern pro Tag ist ein bauteilabhängiger Richtwert. Sie ist keine Produktionszusage für andere Konsolen oder Nahtmaße. Vergleichen Sie abgenommene Bauteile pro Schicht bei gleicher Vorbereitung und gleichen Prüfvorgaben. Auch eine schnell schweißende Anlage kann lange auf Fügearbeiten, den Kran oder eine Prüfentscheidung warten.

Einzelroboter, Bodenfahrachse oder größere Schweißanlage?

Ziehen Sie eine Anlage mit Bodenfahrachse in Betracht, wenn die Nähte weit über den praktisch erreichbaren Längenbereich eines stationären Roboters hinausgehen. Vergleichen Sie eine Auslegeranlage für geeignete Blechbaugruppen und ein Portalsystem für größere Arbeitsbereiche. Eine Verfahrachse allein für seltene Bauteile ist nicht immer sinnvoll, wenn ein anderes Rüstkonzept oder ein manueller Arbeitsschritt praktikabler wäre.

Kompakte Roboteranlagen und manuelles Schweißen können in derselben Werkstatt unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Seltene Sonderteile, schwer zugängliche Stellen und wechselnde Reparaturen bleiben gegebenenfalls Handarbeit. Das Automatisierungskonzept sollte diese Restarbeiten, den Bauteilmix und den Vorbereitungsaufwand für eine kontinuierliche Versorgung der Anlage ausweisen.

Fünf Fragen vor der Bestellung

Bedeuten 12 kg Traglast ein maximales Werkstückgewicht von 12 kg?

Nein. Die Traglast bezieht sich auf die Werkzeuglast am Roboterhandgelenk. Das Werkstück liegt auf einer separaten Auflage oder Vorrichtung, deren Tragfähigkeit und Beladung gesondert festzulegen sind.

Kann eine Anlage unterschiedliche Konsolen schweißen?

Grundsätzlich ja, sofern Vorrichtungen, Zugänglichkeit und freigegebene Prozesse zur jeweiligen Bauteilfamilie passen. Berücksichtigen Sie bei einem gemischten Teilespektrum neben der Schweißzeit auch Vorbereitung und Umrüstung.

Entspricht die maximale Reichweite dem gesamten Schweißbereich?

Nein. Die Reichweite ist eine Roboterkenngröße. Jede Naht erfordert außerdem eine passende Brennerausrichtung, freie Sensorsicht, Kollisionsabstände und eine geeignete Auflage.

Benötigt das Bedienpersonal weiterhin Schweißkenntnisse?

Ja. Das Personal muss ungeeignete Fugenpassungen oder Vorbereitungen erkennen, den freigegebenen Auftrag wählen und prüfbedürftige Ergebnisse melden können. Die Schulung sollte den installierten Ablauf und den Meldeweg bei Abweichungen abdecken.

Welche Angaben benötigt ein belastbares Angebot?

Senden Sie Zeichnungen, Werkstoff und Dicke, Nahtmaße, Bauteilgewicht, Losgrößen und Tagesbedarf. Ergänzen Sie Vorrichtungs- bzw. Beladungskonzept und Qualitätskriterien. Ein repräsentatives Muster hilft, Zugänglichkeit und Zykluszeit zu prüfen.

Besprechen wir Ihr Bauteil und Ihr Produktionsziel

Senden Sie uns über das folgende Formular Ihre Bauteilzeichnungen, Schweißanforderungen und den Hallenplan. Vor der Angebotserstellung prüfen wir die Nahtzugänglichkeit und die passende Konfiguration.

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